Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen
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ZIPP-Preis

1995 - Dipl.-Ing. (FH) Andreas Gerlach

Pressemitteilung zum Karl-Hermann-Zipp-Preis in der Mitteldeutschen Zeitung vom 13. April 1995

Bester Absolvent erhielt Ehrung
Karl-Hermann-Zipp-Preises an Andreas Gerlach verliehen
Von unserer Redakteurin Heidi Jürgens

Köthen/MZ. Feierstunde gestern Nachmittag in der Fachhochhochschule: Aus den Händen von Dr. Peter Vießmann, Referatsleiter im Magdeburger Kultusministerium, erhielt Andreas Gerlach, der im Sommer seine Diplomarbeit im Fach Elektrotechnik verteidigt hatte, den Karl-Hermann-Zipp-Preis. Diese Auszeichnung besteht aus einer Urkunde und einem Geldpreis in Höhe von 1000 Mark. Gestiftet wurde dieser Ehrenpreis vom Gründungsdekan des Fachbereiches Elektrotechnik, Hans Emil Sturm. Verliehen wird er jeweils dem oder der Besten des Studiengangs Elektrotechnik eines Absolventenjahrganges.

Nach der erstmaligen Verleihung des Preises im Vorjahr ist Andreas Gerlach nun der Zweite, dem die Ehrung zuteil wird.

Der 29jährige Diplomingenieur (FH) aus Reichenbach im Vogtland habe, so Prof. Dr. Klaus Hertwig in seiner Laudatio, mit viel Selbständigkeit, Ideenreichtum, Zielstrebigkeit und Ausdauer auf sich aufmerksam gemacht. Seine Diplomarbeit für die er die Note 1 erhalten habe, sei eine aktuelle Aufgabenstellung aus dem Bereich der Wirtschaft zur ISDN-Thematik gewesen. Die von Gerlach aufgezeigte Lösung könne vor allem mittelständischen Unternehmen sehr helfen.

Dr. Peter Vießmann erklärte, man zeichne eine Spitzenleistung aus, die zwar in erster Linie eine persönliche sei, die aber auch für das Land Bedeutung habe. Helfe sie doch, die Leistungsfähigkeit derer zu zeigen, die an Fachhochschulen ausgebildet wurden. Die Tatsache, daß Gerlachs Diplomarbeit sozusagen als Kooperation zwischen Wirtschaft und der Fachhochschule anzusehen sei, mache Andreas Gerlach zum exzellenten Botschafter des Anliegens der Fachhochschulen, den Studenten die Möglichkeit zu geben, sowohl wissenschaftlich zu arbeiten als auch sich in der Wirtschaft einen guten Namen zu machen.

Der Preisträger dankte allen die es ihm ermöglicht hatten, diese wissenschaftliche Leistung zu erbringen. Insbesondere nannte er den Prof. Sturm, der hier in Köthen viel aufgebaut und sich um den Fachbereich Elektrotechnik verdient gemacht habe. Prof. Sturm, der aus persönlichen Gründen gestern nicht an der Verleihung des von ihm gestifteten Zipp-Preises teilnehmen konnte, habe mit der Idee zu dieser Ehrung ein Zeichen setzen wollen, erklärte Prof. Dr. Bernd Weber, Dekan des Fachbereiches Elektrotechnik. Der Name Karl-Hermann Zipp stehe für wissenschaftlich wertvolle und praxisorientierte Ausbildung. Diese These beleuchtete Dr. Viktor Samarkin, der in einem kurzen Vortrag auf das Leben und Wirken des Wissenschaftlers einging, der mehr als 25 Jahre am damaligen Köthener Polytechnikum forschte und lehrte. Seit 1901 hier tätig, wurde er 1925 zum Rektor gewählt. Zipp habe durch seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen (Zeitschriftenveröffentlichungen, Bücher, Patente) wesentlich zu dem guten Namen des Hochschulstandortes Cöthen beigetragen.