Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen
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ZIPP-Preis

2000 - Dipl.-Ing. (FH) Thomas Brüncker

Pressemitteilung zum Karl-Hermann-Zipp-Preis in der Mitteldeutschen Zeitung vom 08. Juni 2000

"Zu den Referenzen gehört der Zipp-Preis"
Thomas Brüncker im Bereich Elektrotechnik bester Absolvent
Von unserem Redakteur HENDRIK HOFACKER

Köthen/MZ. Für Thomas Brüncker hat sich die Reise von München nach Köthen gelohnt. Während einer Feierstunde im Roten Gebäude der Hochschule Anhalt nahm der aus Bernburg stammende junge Mann am Dienstag (MZ meldete) aus den Händen von MD Dr. Christoph Helm vom Magdeburger Kultusministerium den diesjährigen  Karl- Hermann- Zipp- Preis entgegen.

Ein begehrter Preis, der bereits zum 7. Mal verliehen wurde und der stets an den Besten eines Jahrganges im Studiengang Elektrotechnik geht. Der 28-Jährige, der mit der besten Gesamtnote innerhalb der Regelstudienzeit das Studium im Jahr 1999 absolvierte, freute sich natürlich über die große Ehre und Anerkennung.

„Freude deswegen, weil ich mit einer solchen Auszeichnung für meine Diplomarbeit nicht gerechnet hatte. Nun aber ist der Zipp-Preis vor allem eine gute Referenz, um im Beruf weiter und erfolgreich voranzukommen", so der junge Mann gegenüber der MZ. Thomas Brüncker, geboren am 10. April 1972 in Bernburg, gehört übrigens zu dem Jahrgang, der zur 89er Wendezeit zunächst den recht neuartigen Beruf eines Energie-Elektronikers erlernen konnte- ,,Elekrotechnik, Elektronik und Computer, all das hat mich stets interessiert und schon vor Jahren richtig begeistert", macht Brüncker deutlich. So war es ein folgerichtiger Schritt, um nach dem Erwerb der Fachhochschulreife 1994/95 an der BBS Köthen auch am Standort Köthen der Hochschule Anhalt ein Studium im Bereich Elektrotechnik zu beginnen.

In seiner Diplomarbeit beschäftigte sich Thomas Brüncker insbesondere mit der Vernetzung elektronischer Komponenten für sicherheitskritische Anwendungen in Kraftfahrzeugen. Dahinter verbirgt sich eine Art Datenbus bzw. ein Computernetzwerk für Automobile, welches die mechanische Lenkung und die hydraulischen Bremsen ersetzt. „Noch ein riesiges Forschungs- und Entwicklungsfeld, obgleich schon zahlreiche Autohersteller und Systemanbieter erfolgreich an der Lösung dieser Probleme dran sind", sagt Brückner und ist natürlich froh, dass er schon seit Oktober 1999 als Entwicklungsingenieur bei Daimler-Chrysler Aerospace in München in seinem Fachgebiet tätig sein darf.

,,Naja, das Ziel ist zwar die Doktorarbeit, aber der Titel ist nicht das Wichtigste", fügt der Zipp-Preisträger bescheiden hinzu. Nach der Preisverleihung ging es mit dem VW-Polo gleich wieder zurück nach München und am anderen Tag an die Arbeit, denn der Spanien-Urlaub liegt für Thomas Brüncker und seine junge Frau Katrin schon etwas zurück.

„Wir wohnen in einem kleinen Ort bei München im Grünen und fühlen uns dort sehr wohl. Und in der Freizeit, da wird zum Ausgleich ordentlich Rennrad gefahren", verabschiedet sich der junge Mann mit dem Köthener Zipp-Preis im Reisegepäck.