Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen
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ZIPP-Preis

2001 - Dipl.-Ing. (FH) Roberto Wolff

Pressemitteilung zum Karl-Hermann-Zipp-Preis in der Mitteldeutschen Zeitung vom 31. Mai 2001

Energie-Elektroniker aus Zehringen war Beststudent
Roberto Wolff erhielt als bester Absolvent den Karl-Hermann-Zipp-Preis
Von unserer Redakteurin HEIDI JÜRGENS

Köthen/MZ. Als bester Absolvent des Jahrgangs 2000 im Fachbereich Elektrotechnik der Hochschule Anhalt erhielt gestern Roberto Wolff den mit 1000 Mark dotierten Karl-Hermann-Zipp-Preis. Seit acht Jahren ist diese Verleihung Tradition, gestiftet wird der Preis von dem Mann, der 1992 als Gründungsdekan dem Fachbereich wesentliche Impulse vermittelte: Prof. Hans-Emil Sturm. Dessen Anliegen war es, das langjährige Wirken von Professor Karl-Hermann Zipp in den Jahren von 1901 bis 1927 am damaligen Polytechnikum ins Gedächtnis zu rufen, der sich vor allem für eine praxisnahe Ausbildung eingesetzt hatte. Rektor Dieter Orzessek erklärte gestern, der Preis solle Ansporn für die Studenten sein, gute Leistungen zu bringen und gleichzeitig an die Tradition der Ingenieurausbildung durch hervorragende Persönlichkeiten erinnern.

Roberto Wolff, 1970 in Köthen geboren, in Zehringen aufgewachsen, legte 1989 das Abitur mit Auszeichnung ab. Danach ging er zunächst zur Armee, verließ die Truppe jedoch im Verlauf der Wende-Wirren. Da es mit einem Studienplatz noch nicht klappte, absolvierte er eine Lehre als Energie-Elektroniker, arbeitete dann zwei Jahre als Elektroinstallateur bei einer Köthener Firma und entschloss sich 1996 doch noch, ein Elektrotechnik-Studium an der Hochschule Anhalt aufzunehmen. Dabei erwies er sich, wie Dekan Prof. Wolfgang Twieg in der Laudatio betonte, am Ende als bester unter vielen guten Studenten. Hervorragenden Leistungen in Grundund Hauptstudium folgte ein Praxissemester an der Martin-Luther-Universität Halle, wo er seine Kenntnisse auf dem Gebiet der biomedizinischen Technik anwenden und vervollkommnen konnte. Die Diplomarbeit, die mit 1,0 bewertet wurde, fertigte er unter der Betreuung von Prof. Klaus Peter Hoffmann an der Neurologischen Klinik der MLU. Sie befasste sich mit der Erfassung und Analyse von Augenbewegungen und hat, wie Prof. Twieg betonte, Bedeutung sowohl für die Grundlagenforschung als auch für die Diagnostik.

Roberto Wolff, mittlerweile am An-Institut für Medizin und Technik der Hochschule Anhalt als wissenschaftlich-technischer Mitarbeiter tätig, zeigte sich sehr erfreut über die Ehrung und dankte Professoren und Mitarbeitern der Hochschule für ihren Einsatz, der gute Leistungen erst möglich werden lasse. - Als Gäste nahmen an der Preisverleihung eine Tochter, eine Enkelin und ein Urenkel von Karl-Hermann Zipp teil.