Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen
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ZIPP-Preis

2003 - Dipl.-Ing. (FH) Michél Simon

Pressemitteilung zum Karl-Hermann-Zipp-Preis in der Mitteldeutschen Zeitung (Köthener Zeitung) vom 13. Juni 2003

Studienzeit nicht nur zum Lernen genutzt
Michél Simon Jahrgangs-Bester im Fachbereich Elektrotechnik
Von unserer Redakteurin HEIDI JÜRGENS

Köthen/MZ. Als Beststudent, wie er im Buche steht oder als Klischee vielleicht existiert, sieht sich Michél Simon beileibe nicht. „Ich habe mein Studentenleben genossen, habe auch mal eine Vorlesung verschlafen und mir genügend Zeit für den Studentenklub genommen, für Fußballspiele und Unternehmungen mit Freunden.“ Dass er dennoch als Bester derer, die 1998 ihre Ausbildung am Studiengang Elektro- und Informationstechnik begonnen hatten, abgeschlossen hat, spricht wohl für sich. Und bringt für den 25-Jährigen aus Reichardtswerben im Kreis Weißenfels gleich doppelt Freude: Einmal darüber, der Beste zu sein und zum zweiten, weil er dafür gestern den Karl-Hermann-Zipp-Preis erhielt.

Seit nunmehr zehn Jahren wird der Preis - dotiert mit 500 Euro und gestiftet vom Gründungsdekan Hans-Emil Sturm - in diesem Studiengang vergeben. Der Namenspatron, Karl-Hermann Zipp, hatte von 1901 bis 1927 in Köthen gelehrt und galt im In- und Ausland als ausgezeichneter Fachmann auf dem Gebiet der Elektrotechnik.

Michél Simon, der nunmehr zehnte Preisträger, hatte nach Abitur und Wehrdienst das Studium mit der Spezialisierung Elektro-Technologien und Umwelt-Technologien gewählt. „Aus heutiger Sicht vielleicht nicht ein Traum-Studium für mich, denn noch etwas mehr in Richtung Physik - das wäre das Optimum gewesen", sagt er rückblickend. „Aber es war schon ein gutes Studium“, fügt er noch hinzu. Und damit meint er sowohl die technischen Voraussetzungen an der Hochschule als auch des Zusammenwirken zwischen Lehrenden und Lernenden.

Zwei Semester, das fünfte und das sechste, studierte er übrigens nicht in Köthen, sondern an der Partnerhochschule des Fachbereichs in Großbritannien. Dort, an der Coventry University, erwarb er auch den akademischen Grad des Bachelors of Engineering. Seine Diplomarbeit wiederum fertigte er an der Universität in Magdeburg an, hierbei untersuchte er das Verhalten einer Brennstoffzelle im Auto. Die Arbeit verteidigte er im November erfolgreich, mittlerweile arbeitet Michél Simon am Fraunhofer Institut für Werkstoffmechanik, in Halle.

Zur Verleihung des Zipp-Preises konnte Rektor Dieter Orzessek neben dem Köthener Oberbürgermeister Kurt-Jürgen Zander auch zahlreiche Mitarbeiter und Studenten der Hochschule begrüßen. In einem Vortrag wurde über Studienpläne der Elektrotechniker-Ausbildung an der Hochschule im Wandel der Zeiten informiert, der Laudatio von Prof. Jürgen Schwarz folgte die Preisverleihung durch den Köthener Oberbürgermeister.