Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen
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ZIPP-Preis

2004 - Dipl.-Ing. (FH) Axel Wust

Pressemitteilung zum Karl-Hermann-Zipp-Preis in der Mitteldeutschen Zeitung (Köthener Zeitung) vom 04. Juni 2004

Köthener forscht bei BMW
Axel Wust war bester Absolvent des Jahres 2003 im Fachbereich Elektrotechnik
Von unserer Redakteurin Ute Hartling-Lieblang

Köthen/MZ. Der beste Absolvent des Jahres 2003 im Fachbereich Elektrotechnik stammt aus Gröbzig und hat in Köthen das Gymnasium besucht. Das hob Dekan Prof. Jürgen Schwarz in seiner Laudation anlässlich der Verleihung des Zipp-Preises am Mittwoch als besonders erfreulich hervor. Etwas bedauerlich sei hingegen, dass der Zipp-Preisträger Axel Wust die Region inzwischen verlassen hat. Der 24-Jährige hat eine Anstellung bei BMW in München gefunden, wo er im Bereich Forschung und Entwicklung an der Serienentwicklung Fahrwerk/Fahrerassistenz mitarbeitet.

Fundierte Ausbildung
Das wiederum wertet auch Wust selbst als Ergebnis einer fundierten Ausbildung, die er an der Köthener Fachhochschule im Fachbereich Elektrotechnik erhalten hat. „Ich kann vieles aus meinem Studium anwenden", bestätigt der 24-Jährige. Dass sich der gebürtige Köthener für ein Studium an der FHA entschieden hat, ist vor allem zwei Gründen geschuldet. Zum einen hat es bereits während seiner Schulzeit am Gymnasium Rüsternbreite Kontakte zur Hochschule gegeben, zum anderen studierte sein Bruder schon hier.
In den acht Semestern Studium hat Axel Wust nicht nur über Büchern gesessen und gebüffelt, sondern auch seinen Hobbys gefrönt. Neben der Musik gilt seine Leidenschaft Motorrädern und Autos ebenso wie elektronischen Basteleien. Wust ist sozusagen der Vater jener kleinen Fußball-Roboter, die inzwischen an zwei RoboCups in Seattle und Padua teilgenommen haben.
Neuartiges System
Mit dem Automobilhersteller BMW nahm Axel Wust während seines Praxissemesters Kontakt auf und schrieb dort auch seine Diplomarbeit, deren Titel sich für Laien wie ein Buch mit sieben Siegeln liest. In jedem Auto gibt es verschiedene Steuergeräte, die man sich wie kleine Rechner vorstellen kann, beschreibt Wust. Sie ermöglichen zum Beispiel die Kommunikation zwischen Bremse, Lenkung und Tacho, indem sie Daten über so genannte „Busse" austauschen. An einem solch neuartigen Bussystem habe er mitgewirkt mit dem Ziel, die Sicherheit des Fahrzeuges zu erhöhen. Offenbar war man bei BMW von seiner Arbeit so überzeugt, dass einer Anstellung nach erfolgreichem Studienabschluss nichts mehr im Wege stand.

„Ich kann allen, die nach mir ihr Studium absolvieren, nur den gleichen Erfolg wünschen", sagte Wust nach der Preisverleihung und bedankte sich nochmals bei allen, die ihm diese Ausbildung ermöglicht haben, vor allem auch bei seinen Eltern. Für den Vertreter des Magdeburger Kultusministeriums, der die Auszeichnung mit dem Zipp-Preis vornahm, ist der Werdegang von Axel Wust auch ein Beleg dafür, dass sich die Praxisverbundenheit der Fachhochschulen bewährt und jungen Leuten einen guten Einstieg ins Berufsleben ermöglicht. Dem Namensgeber des Preises, Professor Karl-Hermann Zipp, Fachmann und Forscher auf dem Gebiet der Elektrotechnik im In-und Ausland (1901 bis 1927 in Köthen), verdanke die Hochschule, dass der Standort Köthen weltweit bekannt wurde. Den Einzugsbereich ständig zu vergrößern, sehe man hier auch heute als wichtigen Auftrag an, sagte Hochschulpräsident Prof. Dieter Orzessek.