Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen
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ZIPP-Preis

2005 - Dipl.-Ing. (FH) Kirsten Meckel

Pressemitteilung zum Karl-Hermann-Zipp-Preis in der Mitteldeutschen Zeitung, Lokalausgabe Köthen vom 9.6.2005

Premiere beim Zipp-Preis
Hochschule Anhalt: Mit Kirsten Meckel erstmals beste Absolventin geehrt.

Köthen/MZ/hda. Elf mal wurde in den vergangenen Jahren der „Karl-Hermann-Zipp-Preis“ am Bereich Elektrotechnik der Hochschule Anhalt schon vergeben, und stets erhielten ihn junge Männer. Insofern war die gestrige akademische Feierstunde eine Premiere: Erstmals wurde eine junge Frau als beste Absolventin des Studienjahres 2004 mit dem Zipp-Preis ausgezeichnet. Kirsten Meckel, die im vergangenen Jahr ihr Studium als Diplom-Ingenieurin für biomedizinische Technik mit einem Durchschnitt von 1,4 beendete, nahm die Ehrung gerührt und mit Freudentränen in den Augen entgegen.

Hochschul-Präsident Prof. Dieter Orzessek zeigte sich sehr angetan darüber, dass in einem noch immer von Männern dominierten Bereich auch Frauen Bestleistungen vollbringen können. Die Diplom-Arbeit, die Kirsten Meckel vorgelegt habe, sei ein gutes Beispiel für die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Elektrotechnik und Informatik. Und erfreulich sei auch, dass erneut eine Aufgabenstellung aus der Praxis umgesetzt wurde, „ein Weg, den wir auf jeden Fall weiter gehen müssen“.

Die Diplomarbeit mit einem für Laien kaum verständlichen Titel war einem EKG-Gerät gewidmet, das von einer Ilmenauer Firma entwickelt worden war. Kirsten Meckel hatte sich insbesondere mit der Software beschäftigt und zu einer einfacheren Bedienung des Gerätes beitragen können. In Köthen, so die 23-jährige gegenüber der MZ, habe sie sehr gern studiert. „Jena hatte ich noch ins Auge gefasst. Köthen hat mir aber besser gefallen, es ist überschaubar und das Klima an der Hochschule sehr familiär“, blickte sie auf ihre Studienzeit zurück.

Mittlerweile drückt die aus dem thüringischen Katzhütte stammende Zipp-Preisträgerin auf der Technischen Universität Ilmenau erneut die Schulbank und strebt ein biomedizinisches Uni-Diplom an.